Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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Freilich! Was blieb mir übrig 2 Hätte ich Geld gehabt, ſo würde man mich nicht beleidigt haben. Man warf mir vor, daß ich falſch ſpiele; darauf konnte ich mei⸗ nen Beleidiger nur fordern.

Armer Mann! ſagte Thorilde.Iſt Deine Wunde denn unheilbar? Kann nichts Dich retten? Sie ſah den Arzt an; ſein Geſicht blieb unbeweglich. Der Baron, welcher bleich und ſtumm dageſeſſen, legte die Hand über die Augen und ſchluchzte. Selbſt der Staatsanwalt konnte die traurige Scene nicht ohne Rührung anſehen. Ludolf forderte zu trinken. Die Wunde ſchmerzte ſehr. Seine Kräfte nahmen immer mehr ab; die Augen erloſchen, aber ſein Mund fand kein freundliches Wort des Abſchie⸗ des für Vater und Gattin; grollend und ſchmollend ſchied er aus der Welt, ſelbſt ſein letzter Seufzer klang wie ein Vorwurf für ſie, daß ſie es dahin kommen laſſen.

Als Thyrilde ſeine Hände, die ſie nicht losgelaſſen,

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in den ihrigen erkalten fühlte, ſank ſie mit einem leiſen Wehruf hin. Der Vormund ließ ſie in den Wagen tragen und fuhr mit ihr nach Hauſe. Hier ſandte er ſogleich zum Geheimrath Ledebuhr und bat dieſen Agathe Müller zu holen, damit ſie in dieſer ſchmerzlichen Stunde bei ſeinem Mündel bleibe. Es war eine Wohlthat für Thorilde, ſich an ihre Bruſt werfen und ausweinen zu können.

Der Baron führte die Leiche ſeines Sohnes nach ſei⸗ nem Stammſchloſſe, um ſie dort feierlich beizuſetzen.