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„Ich bitte, eilen wir. Später können wir den Klei⸗ nen nachholen.“
In wenigen Secunden hielten ſie vor dem Hotel; der Staatsanwalt ergriff Thorildens Arm, und zog ſie mit ſich fort, die Treppe hinauf. Es war als ſtänden ihre Ge⸗ danken ſtill; nicht einmal nach der Urſache des plötzlichen Unwohlſeins ihres Gatten hatte ſie gefragt. Als ſie in das Zimmer traten, gewahrte Thorilde Ludolf auf einem Lager ausgeſtreckt, mit bleichem Angeſichte und verbun⸗ denem Kopfe. Ihm zur Seite faß ſein Vater; am Fuß⸗ ende ſtand der Arzt. Auf ihn zuſtürzend, knieete ſie nieder, zog ſeine Hand an ihre Lippen und rief:„O mein Gott!“ Seine Miene verfinſterte ſich; ſeine Stirne legte ſich in Falten, ſchmollend ſagte er:„Es iſt vorbei mit mir und Du biſt an Allem ſchuld.“
„Ich? Ludolf! ich?“ rief Thorilde unter hervor⸗ ſtürzenden Thränen.„Ich bitte Dich, mein lieber Mann, ſage nur das nicht. Du ſchneideſt mir damit ſo tief in das Herz, daß Worte es nicht ausſprechen können. Hätte ich Dir helfen können, gewiß, es wäre geſchehen. Aber wie iſt Dir denn? Sage mir, was fehlt Dir? Dein Kopf iſt verbunden?“
„Die Kugel ſitzt darin. Mein Gegner hat gerade noch Zeit zu entfliehen.“
„Du haſt Dich duellirt?“
Amely Boelte: Die Mantelkinder. 1I. 17
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