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ſtets wiederkehrende Frage, wohin ihr Vormund gegan⸗ gen ſein möge?
Langſam ſchlichen die Stunden an ihr vorüber. Sie konnte ſich zu keiner Beſchäftigung entſchließen und horchte nur immer auf ſeine Wiederkehr. Endlich fuhr um die zehnte Stunde ein Wagen vor, und eiligen Schrittes trat gleich darauf auch der Staatsanwalt bei ihr ein. Er ſah bleich und verſtört aus.„Was iſt Ihnen?“ fragte ſie, ihr Auge auf ihn richtend.„Was haben Sie erlebt? Unglickliches, das ſteht auf Ihrer Stirne geſchrieben.“
„Ich bin gekommen Sie zu einem Kranken abzuholen; und muß Sie bitten mir ſogleich zu folgen,“ ſagte er haſtig.
Sie griff nach Hut und Shawl.„Ludolf!“ ſagte ſie bloß.„Er wünſcht alſo mich zu ſehen?“ Der Gedanke, daß er es wünſchte, ſchien ihr wohlzuthun; auch trotz der
Umſtände. „Er iſt ſehr, ſehr krank!“ erwiederte der Vormund darauf.
„Doch nicht todt?“ fragte ſie, ihre Schritte anhaltend. „Doch nicht todt, ohne ſeinen kleinen Max geſegnet zu haben.“
„Er lebt, aber das Schlimmſte iſt zu fürchten.“
„Soll ich das Kind nicht mitnehmen? Will er nicht ſein Kind ſehen?“ fragte ſie angſtvoll.
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