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„Freilich dachte ich das auch; allein in den Sternen ſteht es anders geſchrieben;“ gab er lachend zurück. Coute qui coute muß geheirathet ſein!“
„Sie haben alſo ſchon gewählt?“ fragte ſie neu⸗ gierig.
„Freilich habe ich das; aber man hat mich noch nicht gewählt, und ich zittere vor meinem Todesurtheile.“
„Das klingt ja fürchterlich!“ rief Thorilde und wußte nicht wie es kam, daß plötzlich Ellena's Name auf ihren Lippen ſchwebte. Frauen beſitzen in ſolchen Dingen einen wunderbaren Inſtinet, und ſo unwahrſcheinlich ihr die Sache, wenn ſie darüber nachdachte, erſchien; ſo konnte ſie doch den Gedanken nicht los werden, daß er ihre ſchöne Schweſter im Sinne trage.
Kaum hatte ſie ſich zu Bett gelegt, und den erſten Schlummer gefunden, ſo wurde ſie durch ein lautes Schellen erweckt. Bald darauf hörte ſie Tritte, Stimmen wurden laut, ein ungewöhnliches Ereigniß mußte zu ſo ſpäter Stunde noch die Gegenwart ihres Vormundes ge⸗ heiſcht haben. Aufgeregt davon konnte ſie den Schlaf nicht wieder finden. Eine innere Unruhe trieb ſie, mit grauen⸗ dem Morgen ihr Lager zu verlaſſen. Obwohl ſie ſeine Ent⸗ fernung durchaus nicht mit ſich und ihren Angelegenheiten in Verbindung brachte; ſo war es ihr doch nicht möglich, ihre Gedanken auf etwas Anderes zu lenken, als auf die


