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Antheil hörte ſie ſeinen Bericht über deren Fleiß und die Freude an den Kindern.„Sie möchte ſelbſt zu Ihnen kommen und Ihnen danken,“ ſagte er.„Wollen Sie ſie empfangen?“
„Gewiß!“ erwiederte Thorilde warm.„Sie verdient meine ganze Achtung. Ich bedauere nur, daß meine Ver⸗ hältniſſe es nicht geſtatten, ihr thätigere Hülfe zu leiſten.“
„Sie iſt auf gutem Wege, dieſe ganz entbehren zu können,“ verſetzte der Geheimrath warm.„Sie hat mit ihrer Vergangenheit völlig gebrochen, und ihre Ar⸗ beit iſt die Arznei, durch welche Körper und Geiſt ge⸗ ſunden.“
„Laſſen Sie ſie ja recht bald kommen. Ich glaube, daß ihr Beiſpiel mir nützlich ſein wird. Anch ich muß ja mein Glück jetzt in der Erfüllung meiner Pflicht als Mut⸗ ter ſuchen.“
„Sie waren Beide eines beſſeren Schickſals werth,“ agte der Geheimrath mit einem leiſen Seufzer.„Agathe owohl wie Sie waren geſchaffen, einem Gatten ſein Haus glücklich zu machen.“
Aus jedem ſeiner Worte leuchtete der Antheil, wel⸗ chen er an der jungen Frau und ihren Kindern nahm, wohlthätig hervor. Warum heirathet er ſie nicht? dachte Thorilde, und„Warum heirathet er ſie nicht?“ lautete ihre erſte Frage an den Staatsanwalt, als er ſpäter bei ihr eintrat. Dieſer lächelte; nicht über die Sache, ſondern dar⸗


