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ſtund hat!— Sagen Sie ihr, daß ſie auch mich künftig unter ihre Freunde zählen möge.“
„Mit dieſer Botſchaft wollen wir doch lieber noch etwas länger warten,“ erwiederte der Vormund lächelnd und erhob ſich.—„Fürs Erſte muß es dabei bleiben, daß Sie ihr Recht wahrzunehmen entſchloſſen ſind.“
Er ging. Thorilde war in ſeiner Wohnung abge⸗ ſtiegen; ſie ſtand, als er nach Hauſe zurückkehrte, am Fenſter und ſah erwartungsvoll nach ihm aus.„Ich kann Ihnen noch nichts Befriedigendes mittheilen,“ ſagte er achſelzuckend.„Dergleichen Dinge wickeln ſich langſam ab. Doch ſage ich große Hoffnung, den Baron Kuno zu einer milderen Anſicht zu ſtimmen.“
Er ging nun zu andern Dingen über, erzählte ihr, daß er Nachricht von ihrem Onkel habe, der ihr ſein Haus zum Aufenthalte anbiete und ſie herzlich grüßen laſſe. Die Thränen traten ihr bei dieſer Botſchaft in die Augen.„Ich bin beſchämt über dieſe Güte!“ rief ſie hochroth.„Ich, die ich ſeiner Tochter meine Thüre verſchloß, ſollte nun ſeine Gaſtfreundſchaft annehmen?“
„Er iſt zu verſtändig, um das, was die Umſtände von Ihnen forderten, Ihrem Herzen anzurechnen,“ ſagte der Vormund milde.
„Und Ellena?— wie denkt ſie von mir?“
„In gleichem Sinne. Sie iſt überhaupt zu groß und prächtig angelegt, um klein zu empfinden und aller


