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ſie die ſchöne und reiche Tochter an einen jungen Mann, welcher nichts für ſich hatte, als ſeinen Namen?— Wie kam es, daß ſie auf dieſen Namen einen ſo gro⸗ ßen Werth legte, um ihn für einen ſo ungeheuren Preis erkaufen zu wollen?— Mein Verdacht war nun ein⸗ mal rege, und ich combinirte; ich las in den Mienen. Das junge Paar reiſte ab; Sie blieben zurück. Als Sie gingen, ſandten Sie Frau v. Gasmund einen Brief, der in meine Hände fiel.“
„In Ihre Hände?“ fragte der Staatsanwalt ver⸗
wundert. Baron Kuno nickte bejahend, und die Unterbrechung unbeachtet laſſend, fuhr er fort:„Ich ſuchte nun den Familienverhältniſſen der Gasmund auf die Spur zu kommen; ich folgte dem jungen Paare nach Paris, war Zeuge des Zuſammentreffens der beiden Schweſtern im Cafe chantant, und— zeigte Ihnen ſchließlich meine Ab⸗ ſichten, die Kinder der jungen Baronin für erbunfähig zu erklären, an.“
„Ich verſtehe,“ nahm der Staatsanwalt ſinnend das Wort.„Hegten Sie denn aber keinerlei Sorge, Ihre eigene Unfähigkeit an das Licht gezogen zu ſehen?“
„Nein.— Und wenn auch? Die Rheinfeld konnten dies nie gegen mich benutzen; denn der gegenwärtige Beſitzer iſt ja ſelbſt nicht in ſeinem Rechte, und er ahnt, daß ich dieſen Umſtand kenne.“


