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ſie meine Mutter ſei, erleichterte. Sie können leicht ermeſſen, Herr Staatsanwalt, wie wenig mir mit dieſem Bekennt⸗ niſſe gedient war.— Zum Cavalier erzogen, konnte ich zu meinem eigentlichen Stande nicht zurückkehren; meine Anverwandten, die bis d dahin meine Diener geweſen, nicht an mein Herz ſchließen. Verheimlichte ich aber mein Wiſſen, ſo war ich vor mir ſelbſt ein Betrüger. Womit hatte ich es aber verſchuldet, nach jeder Seite hin mein Leben verdorben zu ſehen?— Das ſtimmte mich bitter.
Ich konnte ſchließlich nur bleiben, was ich war und igno⸗
riren, wie ich es geworden. Sagen Sie ſelbſt, ob Sie an meiner Stelle nicht ebenſo gehandelt hätten? Auch vergaß ich im Laufe der Zeit daran zu d denken, bis mir der Anblick des alten Traugott die Sache zurückrief.“
„Warum aber dieſer?“ fragte der Staatsanwalt aufhorchend.
Er iſt der Vater meiner Amme. Ich war ſeinetwegen abſichtlich nie nach Schloß Rheinfeld gekommen, ich kannte ihn nicht und glaubte ihn geſtorben; da erhielt ich die Ein⸗ zu Ludolfs Hochzeit und ich folgte dieſer, neu⸗ gierig diejenige zu ſehen, welche meine Hoffnung auf die Erbſchaft vernichtete. Ich will aufrichtig bekennen, daß ich meinem Vetter ſein Glück nicht gönnte. Damit entſtand in mir der Gedanke, es ihm ſtreitig zu machen. Als kalter Beobachter fiel mir manches in dem Betra⸗ gen der Frau von Gasmund auf. Warum verheirathete


