Tod und Hochzeit.
Baron Rheinfeld war bei ſeiner Ankunft in Berlin mit ſeinem Sohne im„Hotel Brandenburg“ abgeſtiegen. Da er jeder Unannehmlichkeit und jeder Aufregung feind war, ſo ſah er ungeduldig dem Eintritte des Staats⸗ anwaltes entgegen, um eine Angelegenheit zu beſeitigen, welche ihn in dem ruhigen Hinleben ſeiner Tage, an der Seite einer Gattin, die zu behüten ſein einziges Geſchäft war, ſtörte. Vater und Sohn ſprachen wenig, denn Jeder grollte dem Andern. Ludolf betrachtete ſich in dem Lichte eines unſchuldigen Opfers der Nachläſſigkeit ſeiner Eltern; denn warum hatte man ihm geſtattet, ſich eine Frau zu wählen, deren Vermögen ihm vorenthalten blieb und die außerdem jetzt ſeinem Vetter das Schwert gegen ihn in die Hand gab?— Sein Vater aber behauptete,
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