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und ſchritt feſt an ſeiner Seite über den Schloßhof. Madame Latour ſtand am Fenſter und ſah ſie kommen. — Die Baronin kam auf ihren Ruf der Schwiegertoch⸗ ter bis in das Vorzimmer entgegen und wollte ſie um⸗ armen; allein dieſe wich ihrem Kuſſe aus, verneigte ſich ſtolz vor ihr und ſagte:„Frau Baronin! Ich komme, um Ihnen Lebewohl zu ſagen.“
„So iſt es recht!“ flüſterte dieſe.„So, gerade ſo ſah ich Sie im Traume. Es kommt Alles, wie es kom— men mußte.“
Der Abſchied währte nicht lange. Thorilden brannte der Boden unter den Füßen. Sie kehrte in ihre Ge⸗ mächer zurück, und packte. Johann, ihre Jungfer, die Wärterin und das Kind ſollten ſie begleiten; mit dem erſten Zuge des folgenden Morgens brachen ſie nach Berlin auf.„Ich muß die Sache eutſchieden ſehen,“ wiederholte ſie dem Vormunde.„Bevor Baron Kuno die Rechte meines Sohnes zu ehren gelobt, habe ic keine ruhige Stunde.“ Wieder war die Falte auf ihrer Stirne ſichtbar und ſelbſt während ſie ihr Kind herzte, verſchwand ſie nicht mehr.
Amely Boelte: Die Mantelkinder. 1I.


