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anzufachen, gab ihm ein Glas davon, und ſetzte ſich dann an ſein Lager. Er lächelte ſie dankbar an.„Es iſt vielleicht das letzte Mal, daß meine alten Augen Ihre Gnaden erblicken,“ ſagte er, die Hände faltend,„und da Sie immer ſo gütig gegen mich geweſen ſind, ſo will ich, vor meinem Scheiden, Ihnen noch eine Mittheilung machen, die Ihnen von Nutzen ſein kann. Baron Kuno führt nichts Gutes gegen Sie im Schilde. Er hat hier umherſpionirt, und mich auszufragen geſucht; allein ich glaube nicht, daß er das Nöthige in Erfahrung gebracht hat. Doch wird er nicht ruhen, um das Erbe von Rhein⸗ feld an ſich zu bringen. Sollte es eines Tages ſo weit kommen, daß die Frau Baronin oder Junker Max in ihren Rechten gekränkt würden; ſo öffnen Sie das Päck⸗ chen, welches Sie hier unter meinem Kopfliſſen finden, und die darin enthaltenen Documente werden ihn zum Schweigen bringen. Sie müſſen aber in meine Hand geloben, nur im Fall der Noth davon Kenntniß nehmen zu wollen. Was man einem Sterbenden verſpricht, hält man heilig.“
Sie legte die kleine weiße Hand vertrauungsvoll in die abgemagerte des Greiſes, und empfing ſein Ver⸗ mächtniß.
„Jetzt ſterbe ich ruhig,“ ſagte er.„Es würde meine letzte Stunde verbittert haben, hätte ich für Ihre Zukunft beſorgt ſein müſſen.“


