ob ſie auf ſie herabzuſtürzen drohten, hinauf. Es war das ſchönſte Sommerwetter, die Ernte ſtand hoch. Sie hatte das Schloß in Monden nicht verlaßen, ihre Geſundheit und dann ihr Kind hielten ſie auf der Höhe feſt. Sie beſchloß mit dem kleinen Max auszufahren; ihr mütterlicher Stolz wollte die Befriedigung genießen, das Kind bewundert zu ſehen. Als ſie in das Dorf hinunterkam, fiel es ihr ſchwer auf die Seele, wie wenig ſie von dem, was ſie Anfangs er⸗ ſtrebt, ausgeführt hatte. Sie ſeufzte. Die eigenen Sorgen, das eigene Kind, und jetzt ſeit lange die leere Caffe, hatte ſie abgehalten, mit den beabſichtigten Verbeſſerungen fortzu⸗ fahren. Wollen und Vollbringen, rief ſie kleinmüthig ſich zu.—
Sie ſah den alten Thorhüter heute nicht. Der Platz, wo er an der Pforte, die Mütze in der Hand, die Herrſchaft zu begrüßen ſonſt ſtand, war leer. Sie hielt da⸗ her bei ihrer Rückkehr an und fragte nach ihm; denn ſeine große Freude über den kleinen Junker Max that ihr ſtets wohl. Heute ſollte er den Junker von Rheinfeld in einem neuen Kleid und ſchönem Federhut erblicken, eine überaus reizende Erſcheinung, wie ſeine Mutter meinte.
Der alte Mann lag zu Bett. Thorilde ſtieg aus, ſandte die Wärterin mit dem Kinde nach Hauſe und trat in die kleine Behauſung. Alterſchwäche, nicht Krank⸗ heit, hatte ihn auf das Lager geworfen. Sie ließ eine Flaſche alten Madeira kommen, die ausgehende Lebensfackel
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