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Dich ſo reden höre; denn es kann Gott doch nicht wohl— gefällig ſein.“
„Warum nicht, mein Kind. Er hat den Adel ge⸗ ſchaffen und muß daher auch wünſchen ihn erhalten zu ſehen. Er will es ſo; denn ohne ihn geſchieht nichts; ohne ihn fällt kein Apfel zur Erde.“
Thorilde ſchwieg. Sie wußte auf die Gründe der Mutter nicht immer einen Widerſpruch zu finden; wenn dieſer gleich in ihrem Empfinden, welches ihr ſagte, daß dieſe nicht das Rechte getroffen, vorhanden war. Erſt wenn ſie dann lange nachgedacht hatte, wurde ihr klar, warum ſie dies und jenes nicht billigen konnte. Sie küßte Frau von Gasmund jetzt, zog ſich in ihr Zimmer zurück, entließ ihre Jungfer, betete, und legte ſich zur Ruhe. Ju⸗ gend und Geſundheit finden ſchnell den wohlthätigen Schlummer, die Hoffnung iſt noch ſtärker, wie die Sorge, und das Bewußtſein das Gute zu wollen, trägt himmelan.
Frau von Gasmund dagegen ſuchte vergeblich den Schlummer. Sie wiederholte ſich Alles, was Thorilde ihr mitgetheilt, ſie wiederholte ſich auch die Worte der Ba⸗ ronin:„Ganz in unſerer Nähe lauſcht das Verderben!“ und ſie fragte ſich, ob die Frau im Wahnſinne ſo geſprochen, ob ſie ſie wie eine Geiſteskranke betrachten ſolle, oder wie ſie ſich deren ſonderbares Weſen, ihre Stellung in der Fa⸗ milie zu denken habe. Jedenfalls war dieſe Schwieger⸗ mutter eine höchſt unangenehme Zugabe und ſie bewun⸗
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