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iſt doch ein recht guter Menſch!“ ſagte ſie, als er ge⸗ gangen, zu ihrer Mutter.„Seine Liebe und Anhänglich⸗ keit thut mir wohl, es iſt mir, als ob ich einen Bru⸗ der in ihm gefunden hätte, und wenn er älter wird, ſo wird er auch verſtändiger werden und ſich ernſthafter be⸗ ſchäftigen. Glaubſt Du das nicht auch?“
„Gewiß,“ erwiederte Frau von Gasmund zerſtreut. „Eine junge Frau kann, ſo lange ſie die Liebe ihres Mannes beſitzt, viel aus ihm machen. Mir bangt nicht, daß Du Ludolf, zu ſeinem und Deinem Glücke, wirſt lenken können; aber die Mutter...
Sie hielt hier inne.
„Die Mutter wird ja nicht immer mit uns leben,“ ſagte Thorilde und der Baron iſt ein ſo wohlwollender Mann! Er geht ſo recht väterlich mit mir um!“
„Ja wohl!“ fiel Frau von Gasmund ihr in das Wort,„aber es iſt doch etwas nicht richtig in dieſem Hauſe und das quält mich.“
„Wie ſo?“ fragte Thorilde aufhorchend.
„Haſt Du noch nichts gemerkt?“
„Was mir aufgefallen wäre? Freilich!“
„Und Du ſchweigſt?“ ſagte Frau von Gasmund vorwurfsvoll.
„Ich bin noch ſo jung und unerfahren, habe ſo wenig in der Welt geſehen, daß mir Vieles auffallen kann, was ſich von ſelbſt verſteht. So verwunderte mich


