Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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ür⸗ re. er ren nen mit

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Kaum hatten ſie ihre Sachen abgelegt, ſo rief man ſie zum Thee. Zu ihrer nicht angenehmen Ueberraſchung fand Frau von Gasmund die Baronin vor, von der in ein Geſpräch gezogen zu werden ſie fürchtete. Natürlich wurde ihr der Ehrenplatz an deren Seite zu Theil.

„Ich hoffe, daß Sie ſich um unſertwillen keinen Zwang auflegen, gnädige Frau,“ begann ſie artig.„Wir wiſſen, daß Sie ſpäte Stunden und Aufregung nicht ver⸗ tragen, und wollen lieber das Vergnügen Ihrer Gegen⸗ wart entbehren, als Ihre Geſundheit durch Aufopferung Schaden leiden ſehen.“

„Beruhigen Sie ſich, liebe Frau von Gasmund,“ nahm jene das Wort.„Wenn ich mich leidlich befinde, iſt mir eine kleine Zerſtreuung recht wohlthätig. Es liegen oft ſchwere Gedanken auf mir, die abzuwälzen, von de⸗ nen mich zu befreien ich nicht im Stande bin. Es geht mir, wie Kaſſandra:„Wer erfreute ſich des Lebens, der in ſeine Tiefe blickt.“

„Iſt Ihnen Muſik vielleicht ein günſtiger Ableiter? Thorilde ſpielt recht artig, und hat auch eine ſchöne Stimme.“ Frau von Gasmund hoffte dadurch des Zwie⸗ geſpräches enthoben zu werden; allein die Baronin erwie⸗ derte, daß ſie der Macht der Töne nicht zugänglich ſei und der Flügel überdem, ſeit Menſchengedenken nicht benutzt, ganz außer Stand wäre.

Dies empörte Ludolf auf das lebhafteſte. Man 3

Amely Bvelte: Die Mantelkinder. I.

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