rechnen, liebe Tochter,“ nahm der Baron das Wort.„Un⸗ ſere Gutsnachbaren wohnen theils zu entfernt, theils ſind ſie nicht geſellig, vder auch an Atter nicht paſſend; wir ha⸗
ben daher, in Bezug auf den Verkehr mit ihnen, nur der
Form genügt. Ludolf wird alſo in den nächſten Tagen mit
Ihnen umherfahren und Sie vorſtellen. Im Sommer ent⸗ behrt man Umgang nicht, und im Winter, wenn es Ihnen zu einſam wird, gehen Sie auf einige Monate in die Stadt. Auf die Weiſe kommt man über die kurzen Tage und lan⸗ gen Abende hinweg und der Frühling iſt da.“
„Ich denke, das junge Paar wird den Carneval bei mir in Berlin verleben,“ ſagte Frau von Gasmund und reichte Thorilden zärtlich die Hand. Aber das heitere Lä⸗ cheln, welches bei dem Gedanken au vies Wiederſehen ihren Mund umſpielte, machte plöthlich einem melancholiſchen Ernſte Platz; denn Ellena ſtand vor ihr und ſie griff bangend nach dem krampfhaft ſich zuſ ammenziehenden
Herzen.—
Als man das Schloß e die Mütze in der Hand,
m Wagen entſtiegen w
rreichte, ſtand der alte Thür⸗ ihrer wartend am Thore.
So wie der Baron de ar, flüſterte er dieſem eine Nochricht zu, welche jenen beſtürzt zurückfahren ließ. Weder Frau von Gasmund noch Ludolf hatten es pemerkt. In das Haus tretend, warf Thorilde noch einen Blick zurück, und ſah ihn in heimlichem Geſpräche mit
dem Atten.
hüter,


