Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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Raumes iſt, ſämmtliche Ahnen Zeugen der Handlung ſind und ihren S dazu geben; ja ſ ſie behauptet ſo ſogar, daß ſie, wenn ſie die Ehe billigen, in leiſem Echo das Amen

nachſprechen, im andern Falle aber bleibe es ſtill, und nur ein Seufzer ziehe durch die Kirche.“

„Das iſt ja ſchauerlich!“ rief Thoril lde entſetzt.„Hat ſie ſelbſt denn ein Amen oder einen Seufzer damals ver⸗ nommen?“

„Ich glaube— einen Seufzer,“ erwiederte Ludolf kleinlaut; wenig ſtens ſpricht ſie nicht gern davon und hat niemals weder das Eine noch das L Andere beſtätigt; allein meine alte Wärterin hat mir oft erzählt, daß es an dem Tage nicht ganz mit richtigen Pili zugegangen ſ ſei, daher auch ihr Zittern für mein Leben, wie ihre nie endende Sorge für ihre Geſundheit! Sie lebt in einer beſtändigen Furcht. Mein Vater aber ſieht ihr, weil ihm der Arzt ge⸗ ſagt, jeder Widerſpruch würde ſie nur noch mehr reizen, Alles nach.“

„Was fürchtet ſie denn aber?“ fragte Thorilde ver⸗ wundert.

„Ja, das weiß ich eigentlich ſelbſt nicht,“ entgeſnete Ludolf, in ſeinen gutmüthig ſorgl oſen Ton zurückfallend. „Eigentlich danach gefragt habe ich nie. Ueberhaupt ging ich ihr, ſo lange ich denken kann, gern aus dem Wege. Sie machte mir bange. Es hieß immer, daß ihre Angſt ſich zum Wahnſinne ſteigern könne, und ich mich in Acht nehmen