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gen; dann nur werden ſich meine Augen in Ruhe ſchlie⸗
Thorilde ergriff Ludolf's Arm und zog ihn mit ſich fort, und als ob ſie ſeine Wünſche nicht verſtanden habe, ſagte ſie: Komm! laß mich die Bekanntſchaft der Erben von Rheinfeld machen! Führe mich in den Ahnenſaal!“
Ludolf ſtand einen Augenblick unſchlüſſig.„Wir müſ⸗ ſen durch das Vorzimmer meiner Mutter!“ ſagte er, wie überlegend.
„So nehmen wir den Weg!“
„Nein; wir können auch durch die Capelle dahin ge⸗ langen; freilich weniger bequem; aber was thut es?“ Und er führte ſie dem älteren Theile des Gebäudes zu, wo ſie eine ſchmale Stiege hinauf in ein gewölbtes Gemach gelangten, welches mit Altar und Kanzel verſehen, die ganze Einrich⸗ tung einer Kirche trug.„Es wird hier ſeit lange ſchon kein Gottesdienſt mehr gehalten, wir ziehen es vor, in die Dorfkirche zu fahren; nur Trauungen finden hier noch ſtatt, ob auch die unſrige, kann ich nicht ſagen, das hängt von meiner Mutter ab,“ bemerkte Ludolf.
„Nicht auch von Deinem Vater?“ fiel Thorilde ver⸗ wundert ein.
„Nein, von meiner Mutter,“ erwiederte er kopfſchüt⸗ telnd,„denn er giebt ihr in allen Dingen nach; was ſie auch wollen mag, ſo geſchieht es.“
„So liebt er ſie wohl ſehr?“


