Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

rte,

lei⸗ ens ten ſſen nt⸗ nen Sie nen er!

mit Die ihr. 1ers cht⸗

im

9

Triumphe auf ſeine Mutter zuführend, welche mit Ueber⸗ raſchung und Neugierde auf ſie hinblickte. Das junge Mäd⸗ chen verneigte ſich tief vor ihr, ja ſenkte ein Knie, um die Hand der zukünftigen Schwiegermutter an ihre Lippen zu führen; dieſe, ohne aufzuſtehen, ließ es geſchehen, hauchte dann mit kühlen Lippen einen Kuß auf ihre Stirne und ſagte:Mögen Sie Glück in unſer Haus bringen!

Vor dieſer Anrede drängten ſich alle überwallenden Gefühle bei Thorilden ſchnell zurück, ſie erhob ſich mit Würde, verneigte ſich anmuthig und erwiederte: Und gebe Gott, daß ich es ſelbſt hier finde, gnädige Frau! Dann ſetzte ſie ſich neben Ludolf, und man plauderte in gewöhn⸗ lichem Geſellſchaftstone eine kleine halbe Stunde, worauf Ludolf ſeine Mutter in ihre Gemächer zurückführte.

Woran mag die arme Frau wohl leiden, bemerkte Frau von Gasmund, ſo wie ſie allein waren.Sie ſieht nicht krank aus; ſpricht aber nur von ihrem kranken Zuſtande. Es muß ein inneres Uebel ſein.

Oder auch ein eingebildetes, fiel Thorilde mit an ihr ungewohnter Schärfe ein.

Ihre Mutter ſah ſie verwundert an. Es mußte ſie etwas an dem Betragen der Baronin verletzt haben, um ſo gereizt zu ſprechen.

Gleich darauf kam Ludolf im Sturm hereingeflogen, und bat Thorilde einen Spaziergang mit ihm zu machen, ſein Herr Papa würde Frau von Gasmund indeſſen Ge⸗