Teil eines Werkes 
2. Theil (1864)
Entstehung
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ſo nahe ſtehenden Gäſte hervorbrachte, ſetzte er hinzu: Meine Gattin wird Ihnen morgen nach dem Frühſtücke in Ihrem Zimmer aufwarten. Sie iſt durch ihre Kränk⸗ lichkeit leider vft verhindert, die ihr liebſten Pflichten er⸗ füllen zu können, und muß vielfach auf Nachſicht rechnen. Ich bitte, daß auch Sie ihr dieſe ſchenken wollen.

Frau von Gasmund verneigte ſich mit einem erzwun⸗ genen Lächeln. In ihren Augen war Kränklichkeit kein ge⸗ nügender Grund, um heute bei ihrer Ankunft zu fehlen. Sie bemeiſterte jedoch ihre Verſtimmung, legte Hut und Mantel ab, und ließ ſich von dem Baron auf den Ehrenplatz am Theetiſche führen, an welchem ein weibliches Weſen in vorgerückten Jahren, mit dunkeln Augen und feinen ſchar⸗ fen Zügen, in ſchwarze Seide gekleidet, Dienſte zu ver⸗ richten ſich anſchickte.Madame Latvur! fagte der Baron, mit einer Handbewegung, die einer Vorſtellung glich.Die Geſellſchafterin meiner Gattin! Laſſen Sie ſie Ihrer Güte empfohlen ſein! Frau von Gasmund nickte darauf vor⸗ nehm und nahm ihren Platz ein, der Baron ſetzte ſich neben ſie, und Ludolf und Thorilde ihnen zur Seite. Unter hei⸗ terem Geplauder verflog bald eine Stunde, und die Gäſte zogen ſich zurück.

Frau von Gasmund und Thorilde bewohnten den neuen Theil des Schloſſes, wo man, neben einem gemein⸗ ſchaftlichen Wohnzimmer, für jede ein Schlafzimmer ein⸗ gerichtet hatte. Auch hier fanden ſie ein Kaminfeuer an⸗