Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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Wandſpiegel Seitenblicke zu, ihre Toilette war alſo in dem hervorzubringenden Effecte mit berechnet.

Lady Afhburton zeigte ſich jetzt am Eingange des Muſikzimmers. Es ſchien noch Jemand zu fehlen an dem dort harrenden Perſonale; doch hatte die zum Con⸗ certe anberaumte Stunde bereits geſchlagen. Ihre Stirne umwölkte ſich.Es wäre zum Verzweifeln, wenn man mir nicht Wort hielte, ſagte ſie zu einem neben ihr ſte⸗ henden Herrn.Was fange ich nur an? Ob ich das Pro⸗ gramm umändere? Ob ich mit der zweiten Nummer, dem Violin⸗Concert von Ernſt, anfangen laſſe?

Indem erhellte ſich ihr Geſicht. Es waren ſpeben noch zwei Perſonen eingetreten, ein blonder, ſchmäch⸗ liger, junger Mann mit langen bis auf die Schultern glatt herabhängendem Haare à la Liszt und eine junge Dame von außerordentlicher Schönheit. Kaum hatte der neben Lady Afhburton ſtehende Herr ſein Auge auf dieſe geworfen; ſo trat er erbleichend einen Schritt vor und ein Ausruf des Erſtaunens ſchwebte auf ſeinen Lippen; ſchnell aber, des Ortes eingedenk, faßte er ſich und richtete einen großen und fragenden Blick auf die Dame des Hauſes, in welchem geſchrieben ſtand, ob denn ſie nicht durch die Er⸗ ſcheinung dieſer jungen Künſtlerin eine Erinnerung erweckt ſähe? Allein Lady Afhburton war für die Beredſamkeit der Mienen in dieſem wichtigen Momente nicht zugänglich;