Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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Luft ſitzend. In ihrem durchſichtigen weißen Kleide, zwi⸗ ſchen dem dunklen Grüne, glich ſie einer Nymphe, einer Fee und keinem irdiſchen Weſen. Der große Hund ſprang wedelnd zu ihr hin, leckte ihre feinen Hände, und legte ſich, als ſie ihn ſtreichelte, zu ihren Füßen. Dort knieete auch ſein Herr gleich darauf.„Darf ich hier immer bleiben, immer?“ fragte er ſie.„Wollen Sie mich neben ſich dulden, Tho⸗ rilde?— Ich will Alles thun, was Sie wünſchen; wenn Sie Ja ſagen.“

Sie lächelte und legte die Hand auf ſein dickes, blon⸗ des, lockiges Haar.

„Seien Sie mir, was dieſer Hund Ihnen iſt und ich bin zufrieden; treue Anhänglichkeit iſt die von mir am höchſten geſchätzte Eigenſchaft,“ ſagte ſie mit bewegter Stimme.

Er ſprang empor und tanzte luſtig im Zimmer umher.„Jetzt bin ich der glücklichſte Menſch auf der Welt!“ rief er jubelnd.„Nun laufe ich aber gleich zu mei⸗ nem Papa und erzähle ihm, daß Alles richtig iſt.“

Feierlicher lautete die Anrede des alten Barons, als er Thorilde an ſeine Bruſt zog, ſie Tochter nannte und ihr einen koſtbaren Schmuck zum Angebinde überreichte. Sie ſetzte das Etui bei Seite. Vater ſollte ſie ihn nennen, Vater! Wehmüthige Nochklänge weckte das Wort in ihrer Bruſt, was ihr das Leben Schmerzliches brachte, hatte ſei⸗ nen Urſprung in dieſem Namen. Man ſpeiſte, der Vor⸗