Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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ſchreckt.„So reden wir alſo nur von der Zukunft.— Mein Leben ſteht auf wankenden Füßen; um ſo mehr wünſche ich für Dich eine Stellung, eine Stütze, und Beides findeſt Du als Gattin des Baron Ludolf.— Du hegſt gegen ihn keine Abneigung. Du biſt ihm ſchwe⸗ ſterlich zugethan; er liebt Dich unbeſchreiblich; er iſt jung, und was ihm an Bildung fehlt, wird er nachholen; Du kannſt ihn Dir ziehen, kannſt aus ihm machen, was Du willſt. Es bietet ſich Dir ein ſchöner Wirkungskreis; mit dem neuen Namen wird das Leben eine neue heiterere Seite für Dich gewinnen, Du brauchſt dann vor keinem Leumund, keiner gehäſſigen Nachrede mehr zu zittern. Du verſtehſt mich, mein Kind?— Um Dich nicht zu verletzen, will ich nicht deutlicher reden.“

„Ich verſtehe Dich, Mutter, und bin entſchloſſen Lu⸗ dolf meine Hand zu reichen,“ verſetzte Thorilde mit eiſiger Kälte.„Sage mir aber Eins, iſt die Familie, welche mich aufnehmen ſoll, von allen Beziehungen der unſeren unter⸗ richtet?“ „So weit ſie hat unterrichtet ſein wollen, gewiß! Wir ſind keiner Frage ausgewichen; haben aber auch Niemand eine Mittheilung, die man nicht gewünſcht, in das Geſicht geſchleudert. Ludolf iſt zu jung, um ſich aus dergleichen etwas zu machen. Der alte Baron hat mich vor meiner Verheirathung gekannt, und es iſt anzunehmen, daß er über die Verhältniſſe der Brüder von Gasmund unter⸗