Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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ſich durch ihre Glieder und theilte ſich auch ihrer Stimme mit, als ſie antwortete:

„Wozu erwägen, Mutter, wenn Du das Ja voraus⸗ ſetzeſt?“

„Man wird in ſich ſelbſt ruhiger, wenn man ſich überzeugt hat, es müſſe ſo ſein; ob Du dieſe Ueber⸗ zeugung in Dir trägſt, frage ich Dich nun?“

Sie zögerte mit der Antwort.

„Mir iſt es im Grunde gleichgültig, was mit mir geſchieht?“ ſagte ſie dann, das bleiche Haupt in die kleine Hand ſtützend.

„Dieſe Stimmung in Deiner Lage iſt mir erklärlich, mein Kind. Ich weiß, daß Du leideſt, viel leideſt! Die Zeit erſt wird Dir Linderung bringen. Gern hätte ich Dir verheimlicht, daß Ellena mit Leopold in London lebt; allein—“

„Ich bitte Dich, Mutter,“ fuhr Thorilde auf,„ſprich davon nie mit mir, nie!— Nenne nie einen dieſer Namen in meiner Gegenwart!— Ich ertrage es nicht, wie eine gleichgültige Thatſache von dem geſprochen zu hören, was mich raſend machen könnte!— Laß mich es ausſchweigen! Ausſchweigen will ich es, kann ich es, äber Stille— Grabesſtille lege ſich, auch unter uns darauf.“.

„Wie Du willſt, mein Kind!“ erwiederte Frau von Gasmund, durch die an ihr ungewohnte Heftigkeit er⸗