Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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Pulſe und fand ihn fieberhaft erregt.„Ellena! Ellena!“ murmelte ſie in ſich hinein;„Du mordeſt Deine zweite Mutter! Ich habe das nicht um Dich verdient!“

Gewöhnlich frühſtückte ſie auch auf der Reiſe allein; heute jedoch ließ ſie den Kaffee in Thorildens Zimmer tragen und dieſer ſagen, daß ſie gleich nachfolgen würde.— Ein ſolches Unterbrechen der angenommenen Weiſe hatte ſtets etwas zu bedeuten; Thorilde wußte das und ſah ihrem Kommen ſchon mit Erwartung entgegen. Auch zögerte ſie nicht mit dem ihr auf dem Herzen ruhenden Thema.

„Du ahnſt wahrſcheinlich, weshalb ich ſo früh zu Dir gekommen bin, mein Kind!“ begann ſie, ſobald die Thüre ſich hinter der Jungfer geſchloſſen.„Du weißt um die Bewerbung des jungen Rheinfeld, die Ankunft von deſſen Vater, ſo wie die Deines Vormundes wird Dir geſagt haben, was im Werke iſt; ich brauche Dir alſo nur mitzutheilen, daß alle etwaigen kleinen Schwierig⸗ keiten gehoben ſind und Baron Ludolf ſich heute gegen Dich erklären wird. Du ſollteſt vorbereitet ſein, Dich im Voraus faſſen, das ernſte, ſchwere Ja, welches über Deine ganze Zukunft entſcheidet, auszuſprechen; Du ſollteſt noch einmal den Schritt erwägen, bevor Du ihn thuſt.“

Thorilde war bei dieſer Anrede ihrer Mutter erſt roth, dann bleich geworden, und ein leiſes Zittern ſtahl