Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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munde.„Sie muß es von mir zuerſt erfahren, um gefaßt zu ſein, bevor er mit ſeinem Antrage vor ihr erſcheint.“ „Sie weiß demnach noch nichts davon?“ fragte er verwundert.„Ich glaubte, ſie ſei im Einverſtändniſſe; denn in dieſer Weiſe über ihre Zukunft zu verfügen, ſcheint mir doch hart.“. „Was wollen Sie?“ fiel Frau von Gasmund em⸗. pfindlich ein.„Bleibt dem Mädchen denn noch eine Wahl? — Hat ſie nicht ihr Glück muthwillig verſcherzt und hat es ſchließlich nicht die Schweſter noch für ſie gethan?— Ich verſichere Sie, daß ich Ellena's wegen in einer ſteten Auf⸗ regung bin; denn wie leicht könnte dieſe alle meine Pläne durchkreuzen!“ „Aber wie ſo?!“. „Wenn ſie käme! Wenn ſie unerwartet zurückkehrte und an meine Thüre klopfte! Gleichviel ob ich ſie ihr öffnete, gleichviel, ob nicht; immer würde die Welt davon unterrichtet werden, daß ſie von mir erzogen ſei und Schande auf meinen Namen gebracht habe. Die ewige Angſt, in der ich lebe, wird mich noch tödten. Kein Zei⸗ tungsblatt nehme ich in die Hand und ich glaube ihren Namen zu leſen. Es klopft an meine Thüre und ich zögere mit dem Herein! weil mein Auge ſie im Geiſte ſieht. Jedes ungewohnte Geräuſch läßt mich zuſammenfahren; denn ich fürchte, es ſei die Kunde von ihr. Wenn ich ſo fortleben ſollte— nein!— Zehnmal lieber ſterben!“

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