Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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Schwiegertochter. Woran ihr ganz beſonders viel liegt, iſt ein alter Name.“

„Hat Thorilde nicht einen alten Namen? Und wenn ſie auch keinen hätte, mir wäre es gleichviel; ſie oder keine!“

„Ja, ja! So redet man in ſeiner Jugend, hab's auch wohl gethan, aber ſchließlich überlegt man ſich die Sache doch.— Die Gasmund's ſind kein übles Geſchlecht; man verſcherzt in ſeiner Stellung nichts durch eine Ver⸗ bindung mit ihnen; jedoch....“

Er hielt zögernd ein.

„Nun, was iſt es mit Deinem jedoch, Papa?“ fragte der Sohn gelangweilt.

„Ich meinte nur, daß man dennoch ein Auge zu⸗ drücken müßte. Du biſt indeſſen noch zu jung, um viel mit Dir über die Sache zu reden.“

„Ich mag auch gar nichts davon wiſſen,“ ſagte Baron Ludolf und öffnete zum zehnten Male, um nachzuſehen, ob Thorilde immer noch nicht erſcheine, die Thüre.

Frau von Gasmund ſandte noch in ſpäter Nacht eine telegraphiſche Depeſche an den Vormund nach Berlin und beſchied ihn ſchleunig zu ſich nach Wiesbaden. Sie war der Meinung, man müſſe das Eiſen ſchmieden, ſo lange

es warm ſei und ſo ſchmiedete ſie denn mit ganzem Eifer. Allen Privatunterhaltungen mit dem Barone wich ſie von da an ſorgfältig aus, wußte es mit feinem Tacte immer