Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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einer Chaise longue und hat einen warmen Verband um der ihre Schmerzen lindert. Es wird ſo ſchlunm nicht werden.“

„Kann ich ſie denn gar nicht zu ſehen bekommen?— Wird ſie nun in ihrem Zimmer bleiben, bis der Fuß her⸗ geſtellt iſt?“ fragte er mit weinerlicher Stimme.

„Auch das nicht!— So wie der Arzt ſie verlaſſen hat, tragen wir die Chaise longue mit ihr in den Salon und ſie trinkt den Thee mit uns.“

Baron Ludolf warf ſich auf dies Verſprechen in ihre Arme, und überhäufte ſie mit Liebkoſungen. Dann tanzte er im Zimmer umher, lachte, ſang; endlich fielen ihm die Vergißmeinnichtkränze ein und er lief hinaus ſie zu holen, legte ſie auf Teller, begoß ſie mit Waſſer, und ſtellte ſie auf einen Nebentiſch, wo ſie Thorildens Augen begegnen konnten.

„Mit der Schweizerreiſe wird es nun wohl nichts ſein,“ bemerkte ſein Vater dazwiſchen.„Statt deſſen kommt ſie vielleicht mit nach Rheinfeld, und lernt Deine Mutter tennen. Gebe nur Gott, daß ſie deren Beifall habe!“ ſetzte er mit Gewicht hinzu.

„Mama's Beifall!“ rief Baron Ludolf.„Vor dem bangt Dir? Man müßte ja kein Körnchen Geſchmack haben, wenn Thorilde ihr nicht gefiele!“

„Wenn ſie ſie mit Deinen Augen betrachtete, freilich!

Aber Deine Mutter macht ihre eigenen Anſprüche an die