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„Wie, Sie ſagen das im Ernſte?“ fragte ſie lächelnd. „Warum nicht?— Wenn Sie jetzt allein ſtehen, werden Sie Ihren Bewerbern ein geneigteres Ohr leihen, und eine Wittwe von Ihren Jahren, Ihrem Ausſehen und
Ihrem Vermögen wird deren zahlloſe in Ihre Nähe
ziehen.“ „Noch einmal, lieber Baron! Ich glaube, daß Sie ſcherzen. Wenn Sie aber im Ernſte ſprächen, ſo könnte ich jede Möglichkeit der Art durch den Zuſtand meiner Ge⸗ ſundheit, der mich auf kein langes Leben rechnen läßt, nie⸗ derſchlagen.“
„Das iſt vorübergehend! Angegriſen⸗ Nerven ver⸗ kürzen das Daſein nicht, ich habe den eweis davon in meiner Familie vor Augen.“
„Ich bin aber auch ſonſt durchaus nicht geneigt, mir neue Feſſeln anzulegen,“ gab ſie hierauf lächelnd zu⸗ rück,„und werde, wenn Sie meinem Worte nicht glauben, in mein Teſtament ſetzen, daß Thorilde auch für den Fall meine alleinige Erbin bleibe und ich durch kein Codicill dieſen Entſchluß zurücknehmen würde.“
„Das nenne ich einſichtsvoll jeder Beſorgniß von meiner Seite den Kopf abſchneiden,“ ſagte der Baron, ihr ſeine Hand befriedigt bietend.„Somit wären wir denn
einig. Auf für die weibliche Nachkommenſchaft iſt da⸗ durch geſorgt; es ſei denn, das junge Paar ſetzte uns


