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ſentantin der Reſpectabilität? Den Spott verdiene ich viel⸗ leicht, doch ſollteſt Du ihn an mir nicht üben.“
Eine Thräne zitterte in ihrem Auge.
„Agathe!“ rief er weich; ſprang auf und küßte ſie. Dann trällerte er nach einer ſelbſterfundenen Melodie: „Dies Kind, Ihr Götter, ach! ſo rein, laßt Eurer Huld empfohlen ſein!“
„Weißt Du, daß Du mich immer von Neuem in⸗ ſpirirſt, Agathe?“ ſagte er, ſich wieder ihr gegenüber ſetzend.„Sieh! ſo gewiß iſt es, daß der Dichter— und der Componiſt iſt in ſeiner Weiſe ja auch Dichter— nur durch Unſchuld und Reinheit des Herzens zu neuen Schö⸗ pfungen begeiſtert wird. Die Wahrheit gehört dem Himmel an, die Lüge gehört der Hölle; in Dir aber iſt lauter Wahrheit. Du kennſt die Liebe— denn Du biſt die Liebe — Du fürchteſt die Leidenſchaft, weil ſie ein Moloch iſt, welcher mit ſeinem glühenden Hauche alle Blüthen der Menſchenſeele verzehrt, und nur den Eigennutz, welcher um jeden Preis den Beſitz des Anderen fordert, in dem kranken Menſchenherzen zurückläßt.“
„Hat Dich je eine andere Frau ſo ſehr geliebt, wie ich Dich liebe?“ fragte ſie wehmüthig.
„So ſehr, ja; aber keine hat mich ſo geliebt, wie Du mich liebſt! Ach Agathe, daß ich dieſer ſchönen Liebe ſo unwerth bin!“ Und er knieete neben ihr nieder, verbarg ſein Geſicht in ihren Kleidern und ſchluchzte laut.


