Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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innig bittend.„Sieh, der Himmel hat Dich ſo ſehr be⸗ vorzugt, hat Dir ein ſo ſchönes Talent gegeben; Du haſt die Töne für Deinen Schmerz, für Deine Liebe, und für Dein Glück, wo mir nur das arme Wort zu Gebote ſteht, das ſich nicht immer nach Wunſch meinen Gedanken und Empfindungen leiht;— Du biſt ſo reich in Dir, trägſt eine ganze Welt in Deiner Bruſt, ſchöpfeſt aus einem un⸗ verſiegbaren Quell' immer Neues und immer Schönes— und willſt dabei nicht froh, nicht zufrieden ſein, Deinem Weſen keine Schranken, Deinem Wünſchen keine Gränzen ſtecken? Warum das nicht, da es doch einzig zum Glücke führt? Nur der Genügſame iſt reich. Wer ſtets mehr verlangt, wie ihm gegeben iſt, ſchreitet mit ſeinem Be⸗ gehren weiter und weiter und klopft endlich, wenn ihm der Himmel verſchloſſen bleibt, in ſeinem Trotze an die Pforten der Hölle.“

Er hatte ihr lächelnd zugehört, drückte zärtlich ihre Hand und ließ ſie dann los.

„Welche ſaubere, einnehmende Repräſentantin alt⸗ bürgerlicher Reſpectabilität aus Dir redet, meine Agathe!“ ſagte er mit einem Seufzer.„Jeder noch ſo hausbackene Philiſter würde, wenn Du ſo reizend predigſt, ſein Wohl⸗ gefallen an Dir haben und ſeinen langen Zopf gar Nicht, im Wege finden.“

„Ich?“ erwiederte die junge Frau und ihr W traf die beiden Lieblinge ihres Herzens;„ich eine Rep