Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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heiten roth und blaß werden ſehen und einmal ſogar— weißt Du es noche es war auf dem Balle bei dem Grafen von Bernſtorff, Deinem erſten Balle, da biſſeſt Du Dir ein Stück von der Zunge ab, ſo daß Du vierzehn Tage lang nicht eſſen konnteſt.“

„Schweig! Um Gotteswillen ſchweig!“ rief Thorilde mit verſagender Stimme und die hellen Thränen ſtürzten über ihre Wangen.

„Mein Himmel! Was iſt Dir! Ich habe Dich ja nicht betrüben wollen,“ rief Ellena geängſtigt und zog ihr kleines Batiſttuch, um die Thränen zu trocknen, hervor.

„Da! Nun iſt's wieder gut. Komm! Lächle mich an! Nie will ich wieder ſo böſe ſein, Dich an das, was Dir

Schmerz verurſacht, zu erinnern. Aber wie ernſt Du auch Alles nimmſt. Sieh! mich berührt ſo etwas gar nicht. Was mache ich mir daraus, wie ich in die Welt kam, wenn ich mich nur gut darin befinde! Aber ſieh mich nun auch freundlich an! Komm!— Wir wollen von dieſen Dingen nicht länger redenz ſondern von etwas Anderem. Findeſt Du es nicht eigentlich grob und ungebührlich von Herrn Leonhard, daß er die Stunde nicht hat abſagen laſſen?“

„Er hat Niemand zu ſenden, wie Du weißt.“

„Aber ſonſt hatte er doch Jemand?“ ſagte Ellena den Kopf aufwerfend.

„Du thuſt ja, als wenn ſeine Beziehung zu uns