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„Thue ich's denn nicht etwa?“ verſetzte jene ſchmol⸗ lend.„Ich habe Dir ja ſchon vorhin geſagt, daß ich für die Tante Gasmund durch Feuer und Waſſer rennen würde; aber auf ihre Weiſe glücklich ſein, kann ich nicht. Du aber, die Du ſo verſtändig zu predigen verſtehſt, wie ver⸗ hält es ſich denn eigentlich mit Dir? Gefällt es Dir etwa ſo wohl unter dieſem Dache, daß Du es mir mit keinem anderen vertauſchen möchteſt?“
Thorilde wurde roth und ſchlug, um den Blicken der Pflegeſchweſter zu entgehen, das Auge nieder.
„Wem bliebe nicht etwas zu wünſchen übrig?“ fagte ſie ausweichend.
„Etwas, ja! Doch Alles, Alles, Alles! Aber laſſen wir das. Du biſt einmal nicht ſo aufrichtig von Charakter, wie ich es bin, und trägſt Deine Leiden gern im Stillen; allein ich durchſchaue Dich doch. Du denkſt auch daran von hier zu gehen.“
„Wirklich?“ ſagte Thorilde und wollte dazu lachen; doch wurde nur ein halb verlegenes Verziehen des Mundes daraus.
„Ja, glaube es nur, ich durchſchaue Dich; ich weiß, daß es Dich verdrießt, wenn die Leute, ſo oft man Dich vorſtellt, flüſtern: von Gasmund? Aber Frau von Gas⸗ mund hat ja keine Kinder? War Herr von Gasmund ſchon einmal verheirathet? Wer iſt denn die Mutter dieſes hüb⸗ ſchen Kindes? Wie oft habe ich Dich bei ſolchen Gelegen⸗


