Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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lli⸗ kunft— eine Ehe ohne Liebe ſei ein unſittliches Verhält⸗ niß, der Moral wegen müſſe er ſeine junge Gattin auf⸗ au, geben und an neuen Illuſionen ſein Herz zu unſterblichen rau Schöpfungen erſtarken laſſen.“ gte 6„Wenn dem ſo wäre; aber nein! es kann nicht it ſein,“ rief der Geheimrath kopfſchüttelnd.—„Hat das ne Gerücht Ihnen den Namen der armen bethörten Frau i genannt, welche er auf dieſem Wege hintergehen ſoll?“ s⸗„Es iſt die Wittwe des Steueraufſehers Müller, eine erſt blutjunge Perſon, deren Schickſal, als ſie ihren Gatten verlor, allgemeine Theilnahme erregte. Sie blieb ganz arm zurück und wollte ſich durch Muſikunterricht ernähren; ün⸗ zu dem Zwecke wandte ſie ſich an die berlihmteſten Lehrer iſen und bat ſie um ihre Empfehlung, um die Vorbereitung igen ihrer jüngeren Schüler zu leiten. Auf dieſem Wege hat ſie

hielt denn wahrſcheinlich auch dieſen ſauberen Herrn Leopold

te er kennen gelernt, deſſen Bekanntſchaft dann ihren Ruf unter⸗ Ab⸗ grub und ihr jede Möglichkeit auf die erwähnte Weiſe ihr Brod zu verdienen nahm.“

h ſo

„Die arme Frau!“ rief der Geheimrath mitleidig nur aus.„In welcher traurigen Lage befindet ſie ſich jetzt, wenn ögen jener leichtſinnige Knabe ſie verlaſſen ſollte! Frauen ver⸗ ann zeihen einander nichts weniger, als eine Schwäche, deren

Zu⸗ jede doch in ihrer Weiſe fähig wäre; denn das echte Weib