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verlaugt von ihrem Geſchick keine ſchönere Aufgabe, als die Hingabe an einen Mann.“
„Der ihr am Altare Treue gelobt hat, nun ja!“ ſagte Frau von Gasmund, den Kopf ein wenig gereizt empor⸗ richtend,„ſonſt bleibt dieſe Hingabe doch nur verächtlich.“
„Nicht ſo ſehr, wie Sie meinen,“ verſetzte der Arzt milde,„es giebt tauſend Entſchuldigungsgründe für die Frau, wo es einen für den Mann giebt— in ſolchen Fällen; und ſo wird es auch bei dieſer armen Müller ſein. Herr Leopold mag ihr beim Lichte der Sterne heilige Eide geſchworen haben, die er am Tage zu halten nicht für gut gefunden hat.“
„Die Sache iſt nur zu anſtößig für ein junges Mäd⸗ chen; ſonſt, wenn es Thorilde von ihrem Wahne heilen könnte, würde ich ſie zu der Frau Miller führen,“ bemerkte Frau von Gasmund.
Es würde wenig fruchten,“ warf der Geheimrath be⸗ denklich ein,„denn ſie könnte auch ihn hören wollen und ſeine Auslegung der Verhältniſſe möchte den Ausſchlag ge⸗
ben. Ein Mädchen, das liebt, iſt nicht leicht von der Un⸗
würdigkeit des Gegenſtandes ihrer Neigung zu über⸗
zeugen.“
rief ſie erregt. „Fürs Erſte; ſchreiben Sie ihm, daß Sie Zeit zum Erwägen ſeines Antrages gebrauchen; indeſſen ziehe ich
„Aber wie ſoll ich denn verfahren? was ſoll ich thun?“
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