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Plötzlich iſt nun Alles zu Waſſer geworden, ſie wie todt für mich.“
„Hm!“ ſagte der Arzt bedenklich und ſah ſie forſchend an.„Es ſind alſo nur geſcheiterte Pl ſue welche Sie bekümmern? Hätten Sie doch den lieben Gott ſorgen, das Schickſal walten laſſen! Zur Herrin der Umſtände ſich auf⸗ werfen wollen, liebe Freundin, iſt frevelhaft; es kommt ſtets Alles anders, wie wir es uns mit unſerm beſten Ver⸗ ſtande gedacht haben. Was aber hat ſich denn ereignet?“
„Sie wiſſen, wie ſehr ich unter den beſtehenden Ver⸗ hältniſſen die geſellſchaftl liche Stellung beider Töchter zu ſichern Sorge tragen mußte; ihr makelloſer Ruf, ihre fei⸗ nen Sitten, ihr vornehmer Anſtand ſollten ſie über jede Ankl age ſtellen, und ich glaubte mir ſchmeichel nzu dürfen, dies Ziel erreicht zu haben. Da erhalte ich einen Brief mit dem Antrage um die Hand Thorildens 1.
„Nun— und iſt das Alles?“ fragte der Geheim⸗ rath erſtaunt.
„Hören Sie erſt von wem! Von dem Muſiklehrer meiner Tochter!“
„Von Leopold? nun, und weiter?“
„Vie, wollen Sie noch wehr! Iſt dieſer Schimpf, dieſe Beleidigung nicht über allen Begriff!“
„Sieht doch die Katze den Kaiſer an, warum alſo ſollte nicht ein Muſiklehrer ein ſchönes junges Mädchen lieben
und begehren dürfen? Die Frage ſtand ihm frei, wie
t ſo gut


