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werden Sie gefaßt genug ſein, um mir, was Ihnen Un⸗ angenehmes begegnet iſt, mittheilen zu können.“
Nein,“ ſagte Frau von Gasmund und legte die Hand, um ihn auf ſeinen Sitz zurückzudrängen, auf ſeinen Arm,„nein, nein, verlaſſen Sie mich nicht, ich will meine Gefühle ja gern beherrſchen und die Thatſachen reden laſ⸗ ſen, haben Sie nur ein wenig Geduld mit mir! Es iſt nicht leicht, was verworren unſer Inneres bedrängt, in Worte zu faſſen.“
Eine Thräne zitterte in ihrem Auge; davon bewegt, fragte der Arzt jetzt milder:
„Was kann Sie ſo plötzlich gegen dieſe beiden rei⸗ zenden Mädchen, welche Sie noch neulich die Freude Ihrer Tage nannten, verſtimmt haben?“
Sie ſeufzte ſchwer.
„So war es, ja; ſo iſt es aber nicht mehr, ſo wird es nimmer wieder ſein; hin iſt hin!“ ſagte ſie.—
„Warum müſſen Frauen ſtets ſo viele Worte ma⸗ chen?“ warf der Geheimrath kopfſchüttelnd ein.
Unbeirrt durch dieſen Vorwurf fuhr die Dame fort:„Welche Hoffnungen habe ich in Bezug auf dieſe Mädchen, und beſonders noch auf Thorilde, die mir ſo
völlig ein eigenes Kind erſetzte, gehegt! Sie iſt ſchön, iſt
talentvoll, trägt meinen Namen. Indem ich Pläne für ihre Zukunft entwarf, entwarf ich ſie zugleich für mich ſelbſt.
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