Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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geſagt, ſo würde ich geantwortet haben, daß Ihre Voraus⸗ ſetzung eine falſche, eine unmögliche ſei.“

„Es iſt Ihnen alſo wohl etwas ſehr Unangenehmes zugeſtoßen?, fragte der Geheimrath und ſah ſie dazu for⸗ ſchend an.

„Etwas Unangenehmes? Ach! Wäre es nur das!“ rief ſie ſchmerzlich aus;„llein hier handeltes ſich um eine herbe Erfahrung, einen tiefen Kummer— ja um einen Schiffbruch aller Wünſche meines armen Lebens.“

„Sie erſchrecken mich!“ entgegnete der Andere kopf⸗ ſchüttelnd,„erlaſſen Sie mir darum alle Vermuthungen! Kommen wir zur Sache!“

„Sie wiſſen, daß ich, weil mir Gott dasGlück, eigene Kinder zu beſitzen, verſagt hatte, mein ganzes Herz an die Mädchen hing, die ich wie mir angehörend betrachtete, und deren Erziehung meine Lebensaufgabe wurde. Sie ſelbſt waren es, der meinen Gefühlen dieſe Richtung zu geben, meiner Thatkraft dieſen Zweck zu leihen mir an⸗ riethen!— Und nun—! Wie bin ich in meinen Hoff⸗ nungen getäuſcht worden, wie ſteht es mir plötzlich ſo klar vor Augen, daß fremde Kinder die eigenen nimmer erſetzen können!“—

„Was iſt Ihnen denn aber begegnet?“ fragte der Geheimrath kopfſchüttelnd über dieſe lange Vorrede.

„Daß ich es ſagen muß!“ erwiederte ſie mit einem Seufzer aus tiefſter Bruſt,„daß ich es ſagen muß, was mich

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