Teil eines Werkes 
1. Theil (1864)
Entstehung
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Da endlich unterbrach ein lautes Schellen an der Thüre ihres Logis dies peinliche Nachdenken.„Endlich!“ ſtand auf ihrem Se geſchrieben. Sie erhob ſich und eilte dem eintretenden Gaſte entgegen.

„Wie ſehnlich habe ich Sie erwartet, mein lieber Ge⸗ heimrath!“ rief ſie einem ſtattlichen, nicht mehr jungen Manne zu und reichte ihm herzlich die Hand tuigegen

„Wieder einmal bedarf ich Ihres Rathes! Ach! So un⸗ 3 wie heute, haben Sie mich lange nicht geſehen!

„Das thut mir leid!“ utgegnete dieſer theilnehmend und legte ſeinen Hut ab.„₰ Daß Ihr Anl iegen wichtig ſei, vermuthete ich ſchon, weil Sie mich auf meinem Wege zu den Schwerkranken aufhalten ließen; allein zwiſchen wich⸗ tig und betrübend iſt noch ein großer Unter rſchied und ich bedauere, daß ein ſolcher Umſtand mich zu Ihnen führen mußte.“

Sie fetzten ſich.

„Wäre ich nicht ſo rathlos, ſo würde ich Ihre koſt⸗ baren Morgenſtunden zu rauben angeſtanden haben,“ be⸗ gann Frau von Gasmund wieder,„allein Niemand konnte mir Hülfe bringen, als Sie. Es iſt mir etwas wider⸗ fahren, das mich ins tiefſte Herz hinein trifft, lieber Ge⸗ heimrath! Wie kurz zſichtig ſind doch wir Men ſchen! Wir bauen und bauen, und bauen ſchließlich auf Sand! Daß es ſo kommen mußte, kommen würde, wie hätte ich das auch erwarten können? Wenn Sie es mir geſtern noch *