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Anmerkungen. 451 Ghien eben das erwiebern, was er denen vorwirſt, welche
difetto und nicht diletto leſen, daß eben dieſe Worte in dem Munde des Sultans weniger paſſend oder ſchicklich waͤren, indem er ihm geradezu ſagt⸗ daß Meſſer Torellt ſich bei ihm wohl befunden habe. Wenn dieſe beiden Maän⸗ ner ſich Complimente machen ſollen, ſo glaube ich⸗ macht ſie der Sultan(an dem es wirklich iſt, Meſſer Torello'n etwas Verbindliches zu ſagen) auf dieſe Art dem Meſſer Torello am ungezwungenſten, wenn er ſie ihm auf die Art ſagt, wie ich ſie ihm nach der von mir angenommenen Le⸗ ſeart machen laſſe;„jetzt muͤſſen Sie zwar fort, um Ihre Angelegenheiten in Ihrem Vaterlande in Ordnung zu brin⸗ gen, haben Sie aber das gethan, dann kommen Sie wie⸗ der und ich werde erfreut ſein, Sie wieder zu ſehen, um die Fehler in meinem Betragen gegen Sie zu verbeſſern⸗ die ich jetzt, Ihrer Eile wegen⸗ habe begehen muͤſſen, in der Art und Weiſe, Sie zu ehren⸗ ſo wie ich gegen Sie dazu verbunden bin.“
S. 363. 8. 3 v. u.⸗ was dich ſo geſcheucht hat. Ich habe dieſes Wort hier in der Bedeutung ge⸗ braucht, in welcher es⸗ wie Adelung ſagt, in einigen Ge⸗ genden für ſcheu und ſchuͤchtern machen gebraucht wird; der lebenbige Italiener ſagt⸗ mit dazu paſſenden Gebehr⸗ den: chi t'ha fatto baco baco, oder auch wol gleich chi t'ha fatto bau, hau.
S. 368. 8. 12, ſtuͤrzte ſie den Tiſch zu Bo⸗ den. Um dieſen Satz mit ſeinem darauf folgenden rela⸗ tiven zu verſtehen⸗ ſagt Penzenkuffer zu dieſer Stelle⸗ muß man wiſſen⸗ daß jeder Gaſt, oder doch die Vornehm⸗ ſten, ihre beſondern kleinen Tiſche hatten, an welchen ſie aßen, ſo wie dies bei den alten Roͤmern gebraͤuchlich war⸗ Hieraus iſt immer zu erklären, wenn z E. in der Novelle von Berganimo u. a. von vielen Tiſchen bei Gaſtmah⸗ lern die Rede iſt.
S. 370. 8. 10. Dieſe Novelle gefiel dem Petrarca ſo, daß er ſie ins Lateiniſche uͤberſetzte. Der engliſche Dich⸗ ter Chaucer ſchrieb ſie dem Petrarcg zu; vielleicht daher⸗,


