Teil eines Werkes 
6. Bdchn. (1831)
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448 Anmerkungen.

moltitudine de' parenti del medesimo sangue (Blutsverwandte). Avvertendo che noi pigſia- mo questo nome di Parenti cosi per quegli, che ci sono congiunti da lato di madre o d'aftro lato, come per quegli che si attengono da lato di Padre, cio è che ci sono consorti; li quali parenti da lato di Padre chiamiamo ancora Gon- sanguinei. Anverwandte von Seiten der Mutter heißen parenti, von Seiten des Vaters consorti, auch wol consanguinei. In der letzten der beiden angegebe⸗ nen Bedeutungen gebraucht es Dante Purgat XIV, 87. Ebd. l. S., die größeren, naͤmlich Gefahren. Schon die Deputirten ſtellten mit Recht die Leſeart grandi wieder her, da die vorhergehenden Ausgaben, als die von 27., gradi laſen. Deſſen ungeachtet behielt die Mailaͤn⸗ der die Leſeart gradi bei, ohne ſich weiter daruͤber zu er⸗ klären. Der Canonikus Dioniſt ſagte daher mit Recht, daß gradi in dieſer Stelle durchaus keinen Sinn gaͤbe, da hingegen grandi den beſten Sinn ausdruͤcke, indem Boc⸗ caccio dieſes Beiwort auf das vorhergegangene Subſtantiv pericolo beziehe. Schon Colombo folgt dieſem, und meint mit Recht, daß der hierdurch bewirkte Gegenſatz vor⸗ zuͤglich ſchoͤn und wohlweislich angebracht waͤre, indem Boccactio eines Jeden kleinſte Gefahr mit den größten Ge⸗ fahren des Vaters, des Bruders oder des Herrn ſo ſchnei⸗ dend kontraſtiren laſſe. Die Erklisrungen der Leſeart gra- di ſind gezwungen und geben keinen prägnanten Sinn. Der ſchon oͤfter angeführte Bandiera erklaͤrt den Sinn die⸗ ſes Wortes ziemlich ſeicht auf dieſe Art: i gradi sono qui, per quanto il sensone quidi(21) 1 mali sta- ti le condizione sinistre del padre ec. übrigens iſt dieſes Epiphonema ein beißender Sarcasmus gegen Ver⸗ wandtſchaften und alle uͤbrigen Verbindungen der gewoͤhn⸗ lichen Menſchen, welche ſich einen großen Anhang zu ver⸗ ſchaffen ſuchen, um damit zu prahlen, doch aber nur durch die geringſten Opfer die großeren Gefahren ihrer Verwand⸗ ten oder Clienten abzuwenden ſuchen, va der Freund gegen den Freund gerade das Gegentheil thut, nämlich daß er