Teil eines Werkes 
6. Bdchn. (1831)
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Anmerkungen. 439

ſtändige Worte. Er erklaͤrt alsdann dieſes di durch di cioche. Ich bin aber doch lieber der Leſeart der bei⸗

den gedachten Ausgaben gefolgt.

gehnter Sag.

S. 243. 8. 9 v. u was mich abgehalten hat⸗ ſo habe ich die elliptiſchen Worte des Originals: che las- ciato non m' ha uͤberſetzt⸗ wobei man wol verſtehen muß: donare anche a voi, come a molti altri.

S. 245. 3. 7, Ghino di Tacco. Ein im vier⸗ zehnten Jahrhundert bekannter Bravo aus Siena⸗ deſſen auch Dante(Purgat. VI, 14.) erwähnt; aus dem, was Voccaccio hier uͤber ihn ſagt, wird er meinen Leſern fuͤr ſeine eigene Perſon hinlängl'ch bedannt, und ſo, wie ihn Boccaccio uns ſchildert, iſt er auch wirklich in der That geweſen, ein hochherziger, edler Menſch, den die damali⸗ gen Zeitumſtände zu dem Handwerke, was er trieb, ge⸗ bracht hatten. Dieſes Zeugniß geben ihm auch die Com⸗ mentatoren Chriſtoph Landino und Benvenuto da Immola zu der angefuͤhrten Stelle des Dante. Girolamo Gigli nimmt ſelbſt Bezug auf dieſe Novelle des Boccaccio, und ſagt uns auch noch die Veranlaſſung zu ſeiner Ungnade beim Papſt Bonifazius. Nämlich der Onkel und ein Sohn un⸗ feres Ghino waͤren durch den Podeſta Benincoſa von Arezzo wegen getriebener Wegelagerung gefangen und hingerichtet worden. Hierdurch aufgebracht⸗ yaͤtte ſich unſer Ghino um den Nachſtellungen zu entgehen⸗ nach Radicofani, im Kirchen⸗ ſtaate, begeben, daſſelbe emport, und von da aus ſeine Wegela⸗ gerungen weiter noch fortbetrieben⸗ dabei aber immer den Podeſta Benincoſa im Auge behalten. Dieſer habe nun ſein Amt in Siena beendet⸗ und waͤre als ein einſichtsvol⸗ ler, tuͤchtiger Mann vom Papſte Bonifazius zum Senator in Rom ernannt worden. Hier habe nun Ghino Rache an ihn zu nehmen beſchloſſen. Hierzu habe er vierhundert ſei⸗ ner dreiſteſten Spfeßgeſellen erwahlt, waͤre ſchnell mit die⸗ ſeu nach Rom geeilt⸗ und daſelbſt ſogleich das Capitol be⸗ ſtiegen, woſelbſt Benincoſa, an nichts anders denkend, ohne irgend eine Wache oder Schutzwehr, den Romern Recht