Anmerkungen.
tato a' capelli, e s glieli stracciava e svelleva, che nè pur uno gliene avrebbe voluto lasciare in capo. Allein dieſe Erklärung, nè gli lasciò— 1 as- ciare will mir nicht recht einleuchten, ich bin daher mehr der Erklärung der Eruſca gefolgt. Daß uͤbrigens Boccaccio die Beleidigten immer eine etwas ſtarke und handgreifliche Rache an ihre Beleidiger nehmen laͤßt, da⸗ von haben wir ſchon mehrere Beiſpiele gehabt, und erhal⸗ ten gleich in der folgenden Novelle wieder eins.
übrigens muß ich auch noch bemerken, daß Philipp Argenti und Ciacco bekannte Maͤnner waren, deren auch Dante in ſeinem Gedichte erwaͤhnt, und zwar des erſten gedenkt er. Inferno VIII. 61. und des letzteren VI. 62.
S 221. 8. 17, unſern Geiſt viel guͤtiger und theilnehmender. Die Worte des Originals nelle menti benigne e pietose fehlen in der Mailaͤn⸗ der⸗ und Florentiner Ausgabe, befinden ſich aber in der Ausgabe 27 und 73. Salviati, der ſie in dem ſogenann⸗ ten ottimo nicht fand, hielt ſie fuͤr uͤberfluͤſſig, um die Nothwendigkeit der Leitung der Frauen dadurch zu beweiſen.
S. 226. 8. 4 v u, ſehr alltäglich; ich bin der Erklaͤrung Ruſcelli's gefolgt, welcher den Ausdruck des Originals ferialmente erklärt durch feriali si di- cono li giorni che non son festa. Sanſovino erklaͤrt ihn durch dozzinalmente, gewöhnlich.
S. 230. 8. 16, mich Euch als einen ſolchen zu zeigen ꝛc. Dieſe Stelle lavtet im Original alſo: in dimostrarvi tal qual io sono e pin paziente- mente dee da voi esser sostenuto, che non do- vrebbe se io pid savio fossi, quel dicendo che jo dird. Dieſe Stelle ſcheint etwas verwickelt zu ſein⸗ voch aber iſt ſie es in der That viel weniger als die Aus⸗ leger es wollen. Ruſcelli meint, man muſſe dimostrar- mivi leſen, weil bei der Leſeart dimostrarvi der Ge⸗ genſtand fehle, welcher gezeigt werden ſolle. Rolli aber gibt ihm Schuld, den Scherz, der in dieſer Stelle liegt⸗ nicht verſtanden zu haben, und ſeine Erklaͤrung iſt folgende. Man leſe, ſagt er in dimostrarvi tali, cioe


