436 Anmerkungen.
S. 217. 8. 13, der bald in Feuer und Flam⸗ men gerieth. Schon oben habe ich mich auf dieſe unſere jetzige Stelle bezogen, und meine Meinung uͤber die beiden vorhergehenden abgegeben; es kommt daher auf die Rochtfertigung meiner jetzigen Erklaͤrung derſel⸗ ben an. Die Mailaͤnder Ausgabe erklaͤrt den Ausdruck des Originals: come colui, che piccola levatu- ra avea durch: si dice di persona leggiere e di scarso talento, vielleicht unſer deutſches: der ein Lump war, oder: hinter dem nicht viel ſteckte. Dieſe Be⸗ deutung aber kann wol hier nicht die paſſendſte ſein. Denn unſer Meſſer Philipp hier, von dem es gleich darauf heißt⸗ daß er feuerroth im Geſichte geworden, tutto tinto nel viso, kann hiernach wol eben kein Lump geweſen ſein, ſondern war wol eher ein Menſch, der keinen Spaß ver⸗ ſtand, und der, wie Alunno ſagt, era facile ad adi- rarsi, der leicht zu erzuͤrnen wor, oder wie wir zu ſagen pflegen, der bald in Feuer und Flamme gerieth.
S. 218. Z. 17, ſich gnätterte; ein Provinzial⸗ Ausdruck in der Mark, mit der Bedeutung, ſich im ſtillen aͤrgern und daruͤber ſeine Unzufriedenheit bei ſich ſelbſt aus⸗ laſſen; ſo wie auch das bald folgende Fautze in Schleſien und Oſterreichiſchen gebraͤuchliche fuͤr eine Maulſchelle.
S. 219. 8. 2, daß er ihm kein Haar auf dem Kopfe unzerzauſt ließ, neè gli lasciò in capo
capello che hen gli volesse. Die Erklaͤrung der Cruſca dieſer Worte lautet: gli guastò e scompiglid tutti i capelli. Dieſer Erklaͤrung pflichtet zwar Colombo im Allgemeinen bei, wenn er die gedachten Worte des Origi⸗ nals chè ben gli volesse, erklart durch che pene gli stesse in capo; che malconcio e rabbuffato non fosse. Indeſſen meint er doch, es waͤre eine zu große Ellipſe, die Worte voler bene fuͤr istare acconcia- mente anzunehmen, und bei volesse das vorhergegangene Verbum lascjare zu wiederholen, er wuͤrde daher den nicht tadeln, welcher läſe nè gli lascid in capo capel- lo che ben gli volesse lasckare, was ſo viel waͤre, als ſagte er: con tanto furore costui gli si era avven-


