Teil eines Werkes 
6. Bdchn. (1831)
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432 Anmerkungen.

verliebten Entzucken ſie eine Nymphe nennen laſſen, da

der deutſche verliebt gewordene dumme Teufel wol eben ſo wenig ſich ganz klar bewußt war, was eine Nymphe waͤre, wie der italieniſche ſeine lammia genau kannte.

S. 194. 8. 17, du wirſt deinen Schnabel ſchon an ihrwetzen; ſo gibt Jagemann in ſeinem Woͤr⸗ terbuche das Hriginal: tu te la griferai wieder, die Cruſca erklaͤrt dieſes Wort durch stropicciare con gri- to und der Ausdruck in unſerer Stelle ſage ſo viel als: te la goderai. Colombo aber meint, dieſe Worte druͤck⸗ ten ſo viel aus, als: du wirſt ſie ſchon unter deine Klauen kriegen; indem grifare, was von dem Worte grifagno(räuberiſch wie ein Raubvogel) her⸗ kommt, ſo viel bedeute, als mit den Klauen ergreifen. In Hinſicht des Sinnes ſtimmt er mit der Cruſca uͤberein, und nur die Art, ihn auszudruͤcken, iſt verſchieden.

S. 195. 8. 1„ gerieth er daruͤber in ſolche Brunſt; ſo habe ich nach der Mailaͤnder Ausgabe uͤber⸗ ſetzt, welche lieſt: in tanta sosta entrö, wogegen die Leſeart der neueſten Florentiner Ausgabe: in tanta festa entrö, mir ſchwaͤcher vorkommt. Das Vocabolar. gibt zwar zur Hauptbedeutung des Wortes sosta an: quiete, posa. In dem 5 J. aber erklaͤrt es daſſelbe mit Bezug auf unſere Stelle durch fregola, uzzolo, appetito in- tenso, was freilich, wie Colombo ſagt, fuͤr Ein Wort zwei verſchiedene Bedeutungen waͤren; dieſer behauptet da⸗ her, daß sosta auch fuͤr dieſe Stelle ſo viel als Geſchaͤfts⸗ loſigkeit bedeute. Fiacchi haͤlt in ſeinen Osservazioni den 5. der Crusca für irrig, der bei einer neuen Ausgabe ganz zu ſtreichen wäͤre: Ob dies geſchehen, weiß ich nicht, da mir die neueſte Ausgabe nicht zur Hand iſt: Fiacchi behaͤlt alſo die Bedeutung von Ruhe fuͤr dieſes Wort, und führt mehrere Beweisſtollen daruͤber an; er iſt daher der Mei⸗ nung, nach mehreren Handſchriften festa leſen zu muͤſſen. Dies ſcheint mir aber doch nicht ganz anwendbar zu ſein⸗ und behalte ich sosta im Originale bei, mit folgender Er⸗ kläͤrung. Dadurch naͤmlich, daß er ſie oͤfter ſah(dello spessò veder costei) und nicht mehr arbeitete(che egli

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