Anmerkungen.
etwas, qualche cosa. Minucci zum Malmantile racquistato(VII, 87.) ſagt, das Wort ware aus dem
Lateiniſchen quod velles(was du willſt) gebildet, und
waͤre als ein niedriges Wort nur in der Bauern- oder ge⸗ meinen Volksſprache gebraͤuchlich. Auch in dem bekannten Volksroman Bertoldo etc.(XIV, 33.) heißt es, Non potè per mezz ora dir covelle(ſo daß er in einer halben Stunde kein Wort vorbringen konnte), und in der Bologneſer Ausgabe wird dieſer Ausdruck alſo erklaͤrt: non covelle significa nulla, und dann noch hinzuge⸗ fügt: dieſes alte Wort, deſſen ſich Boccaccio und Velluti bedienen, und an deſſen Statt man heute quella oder cuella gebraucht, hat. die Bedeutung von qualche cosa, etwas, und iſt nur in niedrigem oder ſcherzhaftem Styl noch uͤblich. Eben dies ſagt auch Cinonio(IV, 30. ꝛc.).
S. 178. 8. 15, Meiſter Schimmelmannz iſt im Driginal eine ſpoͤttiſche Verdrehung des eigentlichen Namens Simone in Scimmione, weſches Wort im Ita⸗ lieniſchen einen Pavjan, auch Maulaffe bedeutet. Das beutſche Schimmel iſt auch ein Spitzname.
S. 180. Z. 20, Cecco Angiulieri iſt in der Geſchichte der italieniſchen Dichtkunſt bekannt, welcher, nach Creſcimbeni(Storia della volgar poesia), ein Zeitgenoſſe Dante's, in den letzten Jahren des dreizehnten Jahrhunderts lebte. Nach mehreren Sonetten, die er an Dante ſchrieb, und welche in der Sammlung des Allacci ſich befinden, ſcheint es auch, als waͤre er ein Freund deſ⸗ ſelben geweſen; aus einem ſehr ſatyriſchen Sonette erſieht man, daß er wirklich ein Nebenbuhler deſſelben war, ob⸗ gleich er ſehr weit hinter ihm zuruͤckblieb. Ereſcimbeni fuͤhrt eins ſeiner Sonette an.
S. 184. Z. 4 v. u., mit ſo welchen Reden— Pfifferling. Boccaccio's hier im Original nach Sie⸗ naiſcher Weiſe verſtuͤmmelte Worte, habe ich nachzuahmen geſucht. Eben aus dieſem Grunde habe ich auch einige Zeilen tiefer Schmuh machen gebraucht.


