Teil eines Werkes 
6. Bdchn. (1831)
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Achter Tag⸗ dieſe Nacht mit einem Manne in emeinem Bette ſchlaͤfſt, daß Du ihm Liebkoſungen machſt, aber Dich wohl huͤteſt, ein Wort zu ſprechen, damit Du von meinen Bruͤdern nicht gehoͤrt wirſt, denn Du weißt, die ſchlafen daneben; dann will ich Dir das Hemde geben.

Renza ſagte: Ei, ich will allenfalls mit ſechſen ſchlafen, vielmehr mit einem, wenn es noͤthig iſt.

Sobald der Abend gekommen, kam auch der Herr Probſt, wie es beſtimmt war, und die beiden jungen Maͤnner blieben, ſo wie es die Dame verab⸗ redet hatte, in dem Nebenzimmer; dort machten ſie ſich ſehr bemerklich, weßhalb der Probſt ſtille und ganz im Finſtern in das Zimmer der Frau hinein⸗ trat, und, wie ſie es ihm geſagt hatte, nach dem Bette hinging; Renza war ihrerſeits von der Dame eben ſo gut über das unterrichtet, was ſie zu thun haͤtte.

Der Herr, in dem Glauben, er haͤtte ſeine Da⸗ me an ſeiner Seite, ſchloß Renza in ſeine Arme, kuͤßte ſie ohne ein Wort zu ſprechen, ſo wie Renza auch wieder ihn Hierauf fing der Probſt an, ſein Vergnügen mit ihr zu genießen, indem er ſich in den Beſitz der lang' erſehnten Schaͤtze ſetzte.

Nachdem die Dame dieſes Alles ſo eingerichtet hatte, trug ſie den Bruͤdern auf, daß ſie das uebrige, wie ſie es eingerichtet, thun moͤchten. Dieſe verlie⸗ ßen ſtill das Zimmer, gingen nach dem Markt hin⸗ aus, und das Gluͤck war ihnen in dem, was ſie thun wollten, viel guͤnſtiger, als ſie es ſelbſt nur verlangt