Achter Tag. ſollte ſich huͤten, an dieſem Tage vor ihm zu erſchei⸗ nen. Dieſe Vorſicht haͤtte ihm unſer Herr Gott ſelbſt genommen, entweder weil er das Gluͤck nicht haͤtte haben ſollen, oder weil er im Sinne gehabt, ſeine Gefaͤhrten zu betruͤgen, denen er es doch hätte offenbaren muͤſſen, da er geglaubt, den Stein gefun⸗ den zu haben. Hierauf verſoͤhnten ſie denn zwar nach vielen Worten, und nicht ohne große Muͤhe die Frau wieder mit ihm, ließen ihn ganz melancholiſch
in dem von Steinen vollen Hauſe zuruͤck, und gin⸗.
gen fort.
Vierte Novelle.
Der Probſt von Fieſole liebt eine Wittwe, wird aber von ihr nicht wieder geliebt; und da er bei ihr zu ſchlafen glaubt, ſchlaͤft er bei ihrer Dienſtmagd; die Bruͤder der Frau veranſtalten es hierauf, daß ihn der Biſchof über⸗ raſcht.
Eliſe war mit ihrer Novelle zu Ende gekommen, welche ſie nicht ohne großes Vergnuͤgen der ganzen Geſellſchaft erzaͤhlt hatte, als die Koͤniginn ſich zu Emilien wandte, und ihr zu verſtehen gab, ſie wuͤn⸗ ſche, daß nach Eliſens Novelle ſie die ihrige erzählen moͤchte. Sie fing daher ſchnell an:
Wackere Maͤdchen, wie ſehr die Prieſter, die Fratres und jeder Geiſtliche ſich bemuͤhet, unſer Ge⸗ fuͤhl aufzuregen, duͤnkt mich, iſt ſchon in vielen er⸗ zaͤhlten Geſchichten gezeigt worden; indeſſen weil hiervon nicht zu viel geſprochen werden kann, wie denn auch wol nicht zu viel davon geſprochen ſeyn
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