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Dritte Rovelle. 29
einen Knochen am Leibe ließ, der nicht ʒerſchlagen geweſen waͤre. Auch half es ihr nichts um Gnade zu flehen, und die Haͤnde zu ringen.
Nachdem Buffalmaeco und Bruno ſich mit den Zolleinnehmern am Thore ſatt gelacht hatten, folg⸗ ten ſie kangſamen Schrittes in einiger Entfernung Calandrino und waren unten bis an ſeine Thuͤr ge⸗ kommen, als ſie die gewaltigen Schlaͤge hoͤrten, die er ſeiner Frau gab; ſie ſtellten ſich daher, als wä⸗ ren ſie eben erſt angekommen, und riefen ihn.
Calandrino im vollen Schweiß, gluͤhend roth und ärgerlich, trat ans Fenſter und bat ſie, zu ihm hin⸗ aufzukommen.
Sie thaten etwas beſtuͤrzt, gingen aber hinauf, und ſahen den Saal ganz voller Steine, und in einem Winkel die Frau mit zerrauften Haaren, zer⸗ zauſt, bleich und im Geſichte ganz zerſchlagen, vor Schmerzen weinend; auf der andern Seite aber ſaß Calandrino, halb entkleidet, und ganz außer Athem, wie ein voͤllig ermatteter Menſch. Nachdem ſie ihn einige Zeit angeſehen, ſagten ſie: Was iſt das, Ca⸗ landrino, willſt Du mauern, wir ſehen hier ja ſo viel Steine? Dann fuͤgten ſie noch uͤberdies hinzu: und was hat denn Monna Teſſa? ſcheint es doch gar, als wenn Du ſie geſchlagen haͤtteſt; was ſind das fuͤr dumme Dinge?
Calandrino, ganz ermattet von der Laſt der Steine und von der Wuth, womit er die Frau ge⸗ ſchlagen hatte, und von dem Schmerz uͤber das Un⸗ gluͤck des Verluſtes, den er gemacht zu haben glaubte,


