Teil eines Werkes 
6. Bdchn. (1831)
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fen⸗ ent⸗ mit eine hne

Dritte Novelle. 25

ſcheiden, und an einem Feſttage, wenn kein Menſch da iſt, der uns ſehen kann.

Buffalmacco lobte Bruno's Rath, und Calan⸗ drino bequemte ſich danach, ſo daß ſie am kommen⸗ den Sonntag Morgens alle drei zuſammenkommen zu wollen beſtimmten, um dieſen Stein zu ſuchen. Vor allen Dingen aber bat ſie Calandrino, daß ſie mit keinem Menſchen von der Welt hieruͤber ſpre⸗ chen moͤchten, weil es ihm auch ſo im Vertrauen ge⸗ ſagt worden waͤre. Nachdem er dies geſprochen, ſagte er ihnen noch, was er uͤber die Gegend von Flottleben gehoͤrt haͤtte, und bekräftigte es ihnen mit einem Schwure, daß es ſo wäre.

Nachdem Calandrino von ihnen fortgegangen war, verabredeten ſie unter ſich, was ſie hierbei zu thun haͤtten; Calandrino aber erwartete mit großem Verlangen den Sonntag Morgen. Dieſer kam. Mit Anbruch des Tages ſtand er auf, und rief ſeine Ge⸗ faͤhrten. Sie gingen zum St. Gallen⸗Thore hinaus, ſtiegen in den Mugnone hinab, und gingen, den Stein ſuchend, den Fluß hinauf.

Calandrino, als der Begierigſte, ging voran, und ſprang ſchnell bald hierhin, bald dahin; wo er nur einen ſchwarzen Stein ſah, nahm er ihn auf, und ſteckte ihn in den Buſen. Seine Gefaͤhrten gingen in der Naͤhe, und nahmen auch bald einen, bald einen an⸗ dern auf; aber Calandrino war noch nicht ſehr weit gegangen, ſo hatte er den ganzen Buſen voll. Er hob alſo die Schoͤße ſeines langen Rockes, der nicht à la Naldi war, in die Hoͤhe, machte einen weiten Schooß,